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Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

12. April 2014 | Autor:: | Kategorie: Allgemein, Prävention | Kommentare deaktiviert

 

Busueberwindung

Busueberwindung by Keckobyflickr.com

Zwei Monate sind rum. Der Gips ist ab. Der Fuß noch geschwollen aber wieder belastbar. Gehen mit Gehilfen wieder Normalität. Und da platzte es mir gestern so raus vor Freude: ENDLICH WIEDER TEILHABE AM GESELLSCHAFTLICHEN LEBEN.

Zuerst war ich über mein Verhalten schockiert. Zwei Monate meines Lebens hatte ich leichte Einschränkungen meiner Mobilität. Mal im Rollstuhl, mal ein wenig rumhoppeln. Aber sonst den Kopf auf den Schultern.

Aber, so frage ich mich, was bedeutet das eigentlich, Teilhabe an der Gemeinschaft zu haben? Wie groß ist diese Teilhabe eigentlich für einen wirklich Behinderten? Nach WHO aus dem Jahre 2001 bedeutet es, “Einbezogensein in eine Lebenssituation“. Und “Behinderung” ist eine medizinisch diagnostizierte “Schädigung und Beeinträchtigung der Teilhabe an gesellschaftlichen Wechselwirkungen”.

Und diese kurze Phase hat mich sensibler gemacht für die TEILHABE. Etwa, wenn ich mit meinem Rollstuhl nicht den Bordstein herauf kam und am Strandrand die nächste Abschrägung suchen musste. Oder wenn ich überhaupt keine Aufmerksamkeit erfahren habe durch Menschen, die mit ihrem Handy vor den Augen keinen Blick für andere hatten. Oder wenn ich die Einschränkung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erfahren habe. Einstieg nicht möglich und durch Abfahrt wäre ich im Bus umhergeflogen.

Aber das hat ja jetzt ein Ende. Was ist aber mit Blinden, die ihr Leben lang auf die Brailleschrift angewiesen sind? Oder mit Behinderten, die keine Angebote sozialer Integration erfahren? Oder Menschen, denen der Zugang zu ihrem Lieblingsjob sich nicht erfüllen läßt? Oder Menschen, die aufgrund fehlender Finanzmittel ausgeschlossen sind?

Deutschland hat es da noch gut. Eine rechtliche Bestimmung auf Teilhabe wird durch das Grundgesetz Artikel 3 gestärkt. Nächstenliebe hmboo Electrician and Adventure by flickr.comEingliederungshilfen regelt das Sozialgesetzbuch § 54 SGB und Leistungsträger wie Rentenversicherung, gesetzliche Krankenkassen und andere stellen pekuniäre Mittel zur Verfügung. Wahre Teilhabe aber wird nur wieder von Menschen sichergestellt, die mit warmherziger Liebe und christlicher Nächstenliebe für den anderen da sind. Erst, wenn das Herz angesprochen und geöffnet wurde, kann Soziale Integration durch Liebe wirken. Und auch ich habe sie 2 Monate intensiv erfahren dürfen. Danke dafür!

Barfuss – mehr, als nur keine Schuhe an!

11. März 2014 | Autor:: | Kategorie: Allgemein | Kommentare deaktiviert

 

mhaller1979byflickr.com

mhaller1979byflickr.com

Seit ein paar Wochen, bedingt durch meine Lebenssituation, habe ich einen neuen Blick für Dinge gefunden, die ansonsten an der Peripherie meines Körpers ihr Dasein fristen – meine Füße. Für mein Gehirn schienen sie gar nicht zu existieren, lagen sie doch am entferntesten zu ihm.

Aber, wie ich jetzt lese und recherchiere, pflegen lediglich 4% der Männer ihre Füsse regelmäßig. Kein anderes Teil am Männerkörper findet weniger Beachtung. Dabei handelt es sich doch um unsere “tragenden” Elemente. Sie tragen uns ca. 160.000 km im Leben, sind komplizierte Gebilde und müssen eine Vielzahl von Bewegungsabläufen aushalten.

Sensibilisiert durch einen regen Facebook-Kontakt, dem Netzwerk Gesundheit in Westfalen Lippe stiess ich auf eine Veranstaltung: Messen 2014 auf die Messe für Gesundheit und Leben am 15.6.2014 im Kurhaus in Bad Hamm. Unter den zukünftigen Ausstellern fand ich BARFUSS-TREND.de. Und der fragt mich doch auf seiner Seite ganz unverholen ob ich schon mal nachgedacht habe, wie ich gehe? Natürlich nicht. Hat doch bisher alles gut geklappt, da unten.

Aber weiter heisst es da, die Art und Weise, wie ich gehe, wirke sich auf meine Gesundheit aus. Und an dieser Stelle spätestens musste ich nicken. Bewege ich mich doch schon seit 4 Wochen nur noch mit Gehilfen nach vorne, fiel damit bereits zweimal um und machten mich diese Erfahrungen etwas ängstlicher, nur auf einem Bein zu laufen, so habe ich ab sofort meinen Fokus auf den rechten Fuss gelegt. Ich bearbeite ihn seitdem auch irgendwie liebevoller, wasche ihn aufmerksamer, creme ihn regelmäßig ein und gucke ihn öfter an als früher. Gut, ich liege viel und damit ist auch der “gesunde” öfter beim kranken zu Besuch.

Und doch hat es etwas bei mir geweckt, was ich altersbedingt schon lange nicht mehr gemacht habe: ich habe mir geschworen, wenn es wieder geht, mehr barfuss zu laufen. Nicht nur in der Sauna über den “Sinneslehrpfad” laufen, sondern auch im Alltag öfter die störenden Schuhe auszuziehen. Na klar, sieht komisch aus, in Berlin mit dunklem Anzug und barfuss. Sofort wird der Verdacht laut: Der hat ja noch nicht mal Geld für Schuhe. Aber es gibt ja noch mehr Gelegenheit und die werde ich ab sofort nutzen.

Sage mal einer, ein gebrochener Fuss wäre zu nichts nütze. Weit gefehlt.

“Ich habe eine erhöhte Aktivität meines rechten Stirnlappens!”

1. Februar 2014 | Autor:: | Kategorie: Allgemein | Kommentare deaktiviert

 

SkleybyflickrSeit gestern ist SIE im Camp. Jetzt will sie glücklich werden. Und vorher erzählte sie mir noch was von ihrem rechten Stirnlappen. Als erstes habe ich geguckt, wie ein Schwein ins Uhrwerk. Was haben die Stirnlappen mit Glück zu tun? Und da fiel mir ein, dass die Aktivität bestimmter Gehirnareale unsere allgemeine Stimmungslage beeinflußt. Menschen mit einer höheren Aktivität des linken Stirnlappens empfinden meist angenehme Gefühle, während Menschen mit einer höheren Aktivität des rechten eher dazu neigen, negative Gefühle zu verspüren.

Aber diese Ausrede lasse ich nicht so gelten. Seit ein paar Jahren weiß man: unser Gehirn verändert sich ständig durch das, was wir tun. So wie Muskeln durch entsprechendes Training aufgebaut werden, so formen und trainieren wir unser Gehirn durch Tätigkeiten und Erfahrungen. Die Aktivitätsmuster unseres Gehirns scheinen angeboren zu sein. Aber – wir können sie beeinflussen und durch Übungen verändern. Und wie? Indem ich mir regelmäßig angenehme Erfahrungen ins Gedächtnis rufe. Auf diese Weise aktiviere ich die Aktivität des linken vorderen Stirnlappens.b.frahmbyflickr

Dazu habe ich ein paar Tipps und Strategien parat, die ich hier zum Besten gebe und SIE nach dem Camp damit konfrontiere.

Glücks-Tipp 1: Erinnere Dich an Schönes – das Leben hat ganz viel davon zu bieten.

Glücks-Tipp 2: Lebe im Einklang mit Dir. Glückliche Menschen werden seltener krank und schneller wieder gesund.

Glücks-Tipp 3: Bewege Dich mehr. Als Couch-Potato herum zu hängen schafft wenig Verbrennung, setzt keine Glückshormone (Serotonin, Endorphin) frei. Sport und Sex wirken über sich selbst hinaus euphorisierend.

Glücks-Tipp 4: Sei aktiv. Schaffe dir sinnvolle Freizeitbeschäftigungen, überschreite schon mal die Leistungsgrenzen, fordere dich.

Glücks-Tipp 5: Erlebe Vorfreude auf schöne Dinge. Vorfreude löst nämlich im Körper die gleichen Reaktionen (Abbau von Stresshormonen, Stärkung des Immunsystems) aus, wie das Ereignis selbst. Beschenke dich also doppelt.

Glücks-Tipp 6: Schaffe dir einen Freundeskreis und setze dir positive Ziele. Freunde können mir helfen, fehlende Eigeninitiative zu kompensieren. Gemeinsam klappt Vieles besser.

Glücks-Tipp 7: Schaffe dir Abwechslung ins Leben und gebe ihm wieder einen Sinn. Wenn wir uns Sinn geben, schaffen wir dem Glück eine Grundlage.

gartenzaun2009byflickrGlücks-Tipp 8: Lach mal wieder. Suche dir Menschen, die nicht wie Miesepeter durchs Leben gehen, sondern die Leichtigkeit besitzen, das Leben von der leichten Seite zu nehmen. Wenn wir unverkrampft sind, geben wir den negativen Gewohnheiten keine Chance. Zwar gehören Trauer, Anstrengung, Entbehrung, Tiefen und Frustation zum Leben.Sie sind wichtig, um zu erkennen, wie hoch die Höhen sind. Wir dürfen nur nicht an ihnen anhaften, glauben, wir kämen nicht mehr davon los. Das Leben besteht nun mal nicht nur aus Höhepunkten. Beide Phasen im Leben liebevoll annehmen gibt den Glücksmomenten die Gelegenheit, die es zum Erstehen braucht.

Mögen also alle Menschen glücklich sein.

Was ist eigentlich GLÜCK?

25. Januar 2014 | Autor:: | Kategorie: Allgemein, Entspannung | Kommentare deaktiviert

 

HamburgerJungbeiflickrNeulich sagte eine Bekannte zu mir, sie führe für zwei Wochen in ein GLÜCKSCAMP. Nach Thailand. Da gäbe es einen Ort namens Pai, der auf den “Prophezeiungen von Celestine” fusst und in dem sie nach Glück suche. Viele Dinge in ihrem Leben liefen im Moment nicht so, wie sie es sich wünsche und deshalb das Camp.

Dann machte ich mich schlau. Ziel des Camps, so hieß es, sei das Auflösung von falschen Mustern, Ängsten, Beschränkungen und Glaubenssätzen, die uns behindern, ein glückliches Leben zu führen. Dabei lebt man ziemlich spartanisch, verbringt den Tag mit lieben Menschen und hat gemeinsame Unternehmungen. Ein gleichmäßiges Geben und Nehmen wäre gewährleistet, alles ohne finanziellen Hintergrund. Alles aus reinem Herzen.

Und dann kramte ich bei mir nach. Was hatte ich mal unter GLÜCK studiert? Was verstehe ich unter Glück? Wie erlebe ich Glück? stefans1982byflickr

Glück ist erst einmal ein ganz normaler Wunsch. Das Streben nach Glück ist so alt wie die Menschen selbst. Und was wird unter Glück verstanden? Macht, Liebe, Reichtum? Anscheinend versteht jeder etwas anderes darunter. Deshalb hat sich die Psychologie des Themas angenommen und schauen wir mal, zu welchen Ergebnissen sie bisher gekommen ist.

Die erste Erkenntnis ist die, das Glück wirklich für jeden etwas anderes bedeutet. Und dadurch gibt es ganz viele Wege, die zum Glück führen.

Ferner gibt es die Erkenntnis, das unsere Lebensbedingungen, wie Geschlecht, gesellschaftlicher Staus, Intelligenz oder Alter NICHT unser Glücklichsein bestimmen.

Vielmehr herrscht die Erkenntnis vor, das Glück etwas damit zu tun hat, wie gut wir in der Lage sind, unsere Lebensbedingungen und unsere Probleme zu meistern. Messen wir unseren Problemen zu große Bedeutung bei? Hadern wir bei der Kleinigkeit mit dem Schicksal? Oder nehmen wir das Leben leicht und unbeschwert?

Und last not least beeinflußt unsere EINSTELLUNG zum GLÜCK unsere glücklichen Momente. Wenn wir uns für Glückspilze halten, nehmen wir mehr glückliche Zufälle wahr, als wenn wir uns für Pechvögel halten. Worauf wir uns also gedanklich konzentrieren, das erleben und spüren wir. Menschen, die sich für einen Pechvogel halten, haben einen Tunnelblick. Sie sind so auf Negatives und Unerfreuliches fixiert, dass sie auch nur das Unerfreuliche wahrnehmen und das Erfreuliche ausblenden.

Menschen, die sich für  Glückspilze halten, sind darauf fixiert, das Positive zu sehen und nehmen deshalb die erfreulichen Dinge mehr wahr.

Ich wünsche meiner Bekannten, dass die 14 Tage lang genug sind, eine Perspektivänderung zu vollziehen und eine “glücklichere” Ausrichtung einzunehmen. Im Interesse des Lebens wäre das ihr zu wünschen.

(Für GLÜCKSREGELN verweise ich vorsorglich schon mal auf den nächsten Blogartikel.)

Angie, der Rest der Welt und die Sonne!

3. November 2013 | Autor:: | Kategorie: Allgemein, Entspannung | Kommentare deaktiviert

 

Sonnenfinsternis (by_bastibyflickr.com)Heute war es mal wieder soweit: Es ist in unseren Breiten zu einer Sonnenfinsternis gekommen. Sie ist gerade (3.11.2013 13:24) zu Ende. Es war zwar nur eine partielle. Nichts desto weniger standen Hunderte von Menschen am Strand und guckten mit selbstgefertigten Gläsern Richtung Süden, wo die Sonne gerade steht. Irgendwie war es komisch. Es sind zwar nur 31% Sonnenabdeckung durch den Mond. Aber das Gefühl kam auf.

Diese Sonnenfinsternisse üben schon seit jeher eine besondere Faszination aus. Seit Jahrtausenden ranken nämlich unzählige Mythen und Legenden um dieses seltene Ereignis.

Einerseits sahen die Menschen es als ein Zeichen der Götter an. Im 6. Jahrhundert vor Christus beendeten die Meder und die Lyder bei einer aufkommenden Sonnenfinsternis sogar ihre Kampfhandlung.

In China glaubte man, ein riesiger Drache frisst die Sonne auf. In Japan deckte man die Brunnen ab, um einer Vergiftung des Wassers vorzubeugen. Und in einigen afrikanischen Urvölkern gingen die Männer unbedeckt ins Freie, um eine Bestrafung der Götter abzuholen.

In Nordamerika glaubten Indianer, Sonne und Mond wechseln ihr Geschlecht, wobei es am Tage zur Nacht wird. Brasiliens Urvölker sahen einen riesigen Vogel vor der Sonne fliegen.

Andererseits wird diesem Phänomen das Auslösen von Not und Katastrophen angedichtet. Sturmfluten, Hungersnöte und extreme Temperaturveränderungen sollen dazu gehören.Angie und die Sonne

Doch gehe ich mal zurück zu einem historischen Tag. Dem 11. August 1999. Eine kleine Berliner Familie sitzt in der Kastanienallee beim Frühstück und feiert den 43. Geburtstag der Hausherrin. Tage vorher geisterten schon die wildesten Gerüchte um diesen Tag. Unzählige Seher und selbsternannte Propheten sagten den Weltuntergang bevor.

Doch was geschah? Die Menschen gingen auf die Straße. Findige Geschäftsleute verkauften Schutzbrillen. Augenoptiker und Augenärzte warnten was das Zeug hielt, nicht ungeschützt in die Sonne zu blicken. Während der Finsternis wurde es seltsam ruhig. Vögel stellten ihr zwitschern ein und irgendwie entstand eine gefühlsbeladene Situation.

Und danach? Nichts passierte. Die Erde ging nicht unter, Katastrophen gab es nicht mehr als sonst. Und auch das Geburtstagskind musste weiter arbeiten.

Es kreuzen sich eigentlich nur Himmelskörper. Es hat nichts mit den Schicksalen der Menschen zu tun. Auch Planeten und Sonnen tun dies nicht. Aber irgendwie ist es immer ein komisches Gefühl. Vielleicht ist ja doch noch mehr??

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