Wie alles begann

Wie hatte das Ganze eigentlich begonnen? Was hat damals zu diesen entscheidenden Richtungsveränderungen geführt?

Begonnen hatte alles damit, dass ich im 1. Quartal 2009 einen 70 bis 80 Wochenstundenjob absolvierte. Es war viel zu tun. Die Krise rüttelte an allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Und dabei machte die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen keine Ausnahme.
Ich brauchte Ruhe - raus aus dem Alltag. Nichts hören und nichts sehen und erst recht kein Handy und keinen PC. Geht das? Es musste.
Also fand ich mich unverrichteter Dinge auf dem Flughafen Tegel wieder, an einem Last-Minute-Schalter, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Ägypten? USA? Punta Cana? Bali? Griechenland? Türkei? Die Auswahl war groß und ich konnte mich nicht entscheiden. Der nette Mann am Counter erzählte von einer Dienstreise auf die Kanarischen Inseln. Hotels besichtigen, Service begutachten, hoffiert werden. Und da war ich noch nicht. Warum also nicht Gran Canaria?
Gebucht - und 4 Tage später saß ich im Flieger, 5 Stunden später wurde gelandet und alles strömte nach draussen. Ich hielt erst einmal inne. Hier war ich noch nicht. Hier roch Vieles anders als ich kannte. Das wollte ich erst einmal geniessen.
Doch während sich alle um die Koffer drängelten, um schnell ins Hotel zu kommen, stand ich immer noch am Kofferband. So als ob mich irgend etwas am Boden festhielt um mir zu sagen, bleib erst mal stehen. Diesen Eindruck sollst du in dein Gedächtnis brennen.
Es war komisch. Ich hatte ein so seltsames Gefühl. Ein Gefühl der Vertrautheit, der Bekanntheit, der Angstfreiheit - so, als ob man zu Hause ankommt, wo man jeden Winkel kennt. Wo einem alles vertraut ist.
Es war komisch. Ich hatte das Gefühl zu Hause zu sein. Ich atmete die warme Luft durch meine Nase und spontan entschied ich: Hier musst du hin. Hier willst du wohnen. Hier möchtest du arbeiten.

Die Woche verging wie im Flug. Gespräche mit dem Konsulat, verschiedenen Maklern, Residenten, die mehr oder weniger lange auf der Insel wohnten. Ich wurde nicht müde, ganz viele Menschen nach ihren Eindrücken und Erfahrungen auf G.C. zu befragen. Und alle, mit denen ich sprach, waren begeistert. Erzählten vom einmaligen Klima und von der Mentalität, die sich daraus entwickelte.
Und mein Entschluss wurde immer fester: Hier willst Du hin und setze alles daran, es auch umzusetzen.

Heute bin ich mit 1 1/2 Beinen auf den Kanaren. Ich bin begeisterter als zuvor, nichts wird mich mehr von meinem Plan abbringen.
Und ich möchte erzählen, was ich dabei alles erlebte.

Und hier kam ich an:

Der Flughafen auf G.C.

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