Barfuss – mehr, als nur keine Schuhe an!

mhaller1979byflickr.com

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seit ein paar wochen, bedingt durch meine lebenssituation, habe ich einen neuen blick für dinge gefunden, die ansonsten an der peripherie meines körpers ihr dasein fristen – meine füße. für mein gehirn schienen sie gar nicht zu existieren, lagen sie doch am entferntesten zu ihm.

aber, wie ich jetzt lese und recherchiere, pflegen lediglich 4% der männer ihre füsse regelmäßig. kein anderes teil am männerkörper findet weniger beachtung. dabei handelt es sich doch um unsere “tragenden” elemente. sie tragen uns ca. 160.000 km im leben, sind komplizierte gebilde und müssen eine vielzahl von bewegungsabläufen aushalten.

sensibilisiert durch einen regen facebook-kontakt, dem netzwerk gesundheit in westfalen lippe stiess ich auf eine veranstaltung: messen 2014 auf die messe für gesundheit und leben am 15.6.2014 im kurhaus in bad hamm. unter den zukünftigen ausstellern fand ich barfuss-trend.de. und der fragt mich doch auf seiner seite ganz unverholen ob ich schon mal nachgedacht habe, wie ich gehe? natürlich nicht. hat doch bisher alles gut geklappt, da unten.

aber weiter heisst es da, die art und weise, wie ich gehe, wirke sich auf meine gesundheit aus. und an dieser stelle spätestens musste ich nicken. bewege ich mich doch schon seit 4 wochen nur noch mit gehilfen nach vorne, fiel damit bereits zweimal um und machten mich diese erfahrungen etwas ängstlicher, nur auf einem bein zu laufen, so habe ich ab sofort meinen fokus auf den rechten fuss gelegt. ich bearbeite ihn seitdem auch irgendwie liebevoller, wasche ihn aufmerksamer, creme ihn regelmäßig ein und gucke ihn öfter an als früher. gut, ich liege viel und damit ist auch der “gesunde” öfter beim kranken zu besuch.

und doch hat es etwas bei mir geweckt, was ich altersbedingt schon lange nicht mehr gemacht habe: ich habe mir geschworen, wenn es wieder geht, mehr barfuss zu laufen. nicht nur in der sauna über den “sinneslehrpfad” laufen, sondern auch im alltag öfter die störenden schuhe auszuziehen. na klar, sieht komisch aus, in berlin mit dunklem anzug und barfuss. sofort wird der verdacht laut: der hat ja noch nicht mal geld für schuhe. aber es gibt ja noch mehr gelegenheit und die werde ich ab sofort nutzen.

sage mal einer, ein gebrochener fuss wäre zu nichts nütze. weit gefehlt.

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