Neulich beim Arzt!

arztbesuchjetzt werde ich doch schon langsam alt, denke ich. da gehe ich aus dem behandlungsraum meines arztes und habe doch glatt vergessen, ihn von meinen nächtlich schweissattacken zu berichten. da war aber auch eine hektik im vorzimmer, dass beim allgemeinen jubeltrubel alles untergegangen ist.

das waren aber auch nur wieder wenige minuten, die die audienz beim arzt dauern durfte. den obligatorischen kaffee, den wir vor jahren noch tranken und ich ihm dabei mein herz ausschütten konnte, musste ich später alleine trinken.

aber dabei wurde mir klar, dass ich fürs nächste mal besser vorbereitet als patient beim arzt erscheine. und dazu erstelle ich mir eine liste.checkliste

1. ich werde meine beschwerden ohne umschweife schildern. sicher ist das eine oder andere etwas heikel. aber wenn ich es ihm nicht erzähle, der mir ja helfen soll, wem denn dann? dazu kommen die auffälligkeiten, wie fieber, appetitlosigkeit, müdigkeit und überkeit, die meine krankheit begleiten.

2. ich überlege mir, wie ich meine beschwerden am besten beschreiben könnte. ist es zum beispiel ein stechender schmerz oder ziehend oder dumpf? und wo sitzt er genau?

3. wichtig für eine richtige diagnose beim arzt ist auch, dass ich ihn über ein paar aktuelle lebenssituationen informiere. habe ich zum beispiel viel stress? berufliche oder private probleme? was macht meine ernährung? und treibe ich viel und welchen sport?

4. und dann mache ich mir eine liste, welche medikamente ich einnehme. dazu gehören auch die nahrungsergänzungen, die eine mögliche wechselwirkung verursachen. bei einem arztwechsel nehme ich alle unterlagen und informationen des vorher behandelnden arztes mit. ich erspare mir langes ausholen bis zu adam und eva.

5. und dantürlich mache ich klar und deutlich, welchen alkohol- oder nikotinkonsum ich habe. fatal wäre es auch, wenn ich die einnahme illegaler drogen verheimliche. es besteht ärztliche schweigepflicht und als patient habe ich nicht mit juristischen folgen zu rechnen.

6. alles notiere ich mir in eine liste und hake alles nacheinander ab. dabei darf der arzt ruhig auf sein fachchinesisch verzichten und mir alles „auf deutsch“ erklären. immerhin will ich ja wissen, was mit mir ist.

apothekeund auch bei den weiteren untersuchungen möchte ich genau über risiken und nutzen aufgeklärt werden. so viel zeit muss sein. und was die einnahme neuer medikamente angeht, so will ich mich nicht erst durch einen „waschzettel“ von 50 cm länge durcharbeiten. die wichtigsten nebenwirkungen sollte mein arzt kennen.

ich glaube, so bin ich gut gerüstet fürs nächste mal. das mit dem vergessen werde ich nicht wiederholen. und für das ganz normale altersvergessen nehme ich mir gleich aus der apotheke ein döschen gingko mit. man weiss ja nie. (bilder flickr.com)

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