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Thaikatzen sind “innen Hund und aussen Katze”

26. August 2012 | Autor:: | Kategorie: Allgemein, Entspannung | 0 Kommentare

 

Seit wir hier wohnen, haben wir eine Untermieterin. Zunaechst war meine Frau ganz skeptisch, kam sie doch immer zu mir, wenn sie nicht da war, ließ sich streicheln und ich konnte ihr mit kleinen Gefälligkeiten ein Schmunzeln entlocken. Auch hatte ich sie öfter im Bett zu liegen, als es mir Recht war.

Mittlerweile haben wir uns aber alle aneinander gewöhnt. Unsere Nini, ca. 50 cm groß und etwa 2,5 kg schwer. Eine echte Thaikatze. Sie gehört zwar nicht uns, aber wir sind in ihrem Leben so etwas wie die zweite Familie geworden.

Ein kleines pfiffiges Wesen ist sie, sensibel und trotz ihrer Zarthart sehr robust. Und anhänglich, was ich von meiner früheren Hauskatze gar nicht kannte. Geh ich etwa nachts noch mal raus, wenn ich was gehört habe, rennt sie mir hinterher, wie ein kleiner Hund.

Und irgendwo habe ich dazu gelesen, dass Thaikatzen eine ganz enge Bindung zu einem Menschen eingehen, dem sie dann ein Leben lang treu sind. Irgendwie wird man adoptiert. Aus dieser Verartwortung kann man sich auch nicht herausstehlen.

Die letzte Woche stellte aber eine besondere Herausforderung an unsere Liebe. Wir waren auf Urlaub 4 Wochen weg (wussten Nini aber in guten Händen ihrer “leiblichen Eltern”). Unsere Gedanken kreisten ständig um die Frage, wie lange sie uns wohl mit dem Hinterteil anguckt, weil wir so lange nicht bei ihr waren. Vorsorglich hatten wir kleine Geschenke besorgt: wegen des leicht zu pflegenden Kurzhaars eine Katzenbürste und 3 Spielteile, die wie Mäuse aussehen sollten. (Ich hätte sie auch nicht erkannt).

Aber kaum zu Hause wieder angekommen stapft doch unsere kleine chocolate-point ins Wohnzimmer, meckert uns unaufhörlich 5 Minuten an, wo wir denn gewesen sind, ob wir kein Pflichtgefühl kennen, ob wir ihr etwas mitgebracht hätten und wann es etwas zu essen gäbe. Wir waren beide wie versteinert, vor Rührung standen uns fast die Tränen in den Augen. Ein wunderschöner Moment, geliebt zu werden, wichtig zu sein, gerne Verantwortung zu tragen.

Mittlerweile ist sie wieder die Alte. Meckert, wenn wir morgens noch liegen. Schimpft, wenn nicht frisches Wasser im Schälchen ist. Die Plastikmäuse sind noch da, wo wir sie hingelegt haben. Keine Lust zu Spielen. “Ich habe doch jetzt meine Zweiteltern wieder.”

 

Ist das Leben mit 30 wirklich vorbei?

20. August 2012 | Autor:: | Kategorie: Allgemein | 0 Kommentare

 

Mann, oh Mann. War das ein Schlag in den Kontor. Ich weiß nicht, ob es am Wetter lag. Oder nur daran, dass zwei Generationen aufeinander trafen. Da führen auf jeden Fall meine Freundin, ihre Tochter und ich ein Gespräch. Und dabei sagt die Tochter: “ICH MUSS MICH MIT VIELEM BEEILEN. Lange herausfordernde Fahrradtouren (110 km), das Machen eines Motorradführerscheines, Studium, Beziehung, Arbeit oder am Besten alles auf einmal. Ich bin immerhin schon 29. Mit 30 ist das alles zu Ende.”

Ich saß wie versteinert. Bloß nicht bewegen. Die Knochen könnten knacken und die eingetretene Stille jäh unterbrechen. Was hatte sich das Kind dabei wohl gedacht? Hat sie dabei an Karl Marx gedacht, dem man dem Spruch: Trau keinem über 30 andichtet? Oder etwa an FAUST, Teil 2, in dem Baccalaureus über die Alten spottet:…..hat einer 30 Jahr vorüber, so ist er schon so gut wie tot…Und wenn er dann noch einen draufsetzt “…Am besten wär´s, euch zeitig totzuschlagen…”bekomme ich es langsam mit der Angst.

Was hat es aber mit dieser Alterszäsur auf sich? Stimmt sie? Ist sie irgendwie belegt? Ich entscheide mich spontan für DUMMHEIT. Die Verkürzung dieser Aussage auf ein bestimmtes Alter ist schlichtweg dumm. Schließlich denke und fühle ich oft jugendlicher, als mancher Teenager. Mich also allein wegen meines Alters nicht ernst zu nehmen ist schlichtweg infantile Überheblichkeit, unmenschlich, faschistoid und sehr gefährlich. Mich allerdings wegen meines Alters zu überschätzen ist ebenso dumm.

Dabei waren wir Alten doch früher die Weisen. Wir hatten die Erfahrungen, die die Jungen noch machen mußten. Wir hatten Kriege und Hunger, Aufbau und Wirtschaftswunder noch live erlebt. Wir waren das, was heute die Computer übernommen haben: Datenspeicherung und jederzeitige Verfügbarkeit darüber. Dazu braucht es heute keinen Alten mit Bart am Lagerfeuer mehr, der bei Fragen immer so allwissend den Kopf hin und her schaukelt. Google, Wikipedia und andere Suchmaschinen und Datenbanken reagieren gefühllos auf Knopfdruck. Dabei war unser Wissen fürs Überleben damals wichtig. Die Welt änderte sich nur langsam. Man war geehrt und wurde geachtet.

In Zeiten aber, da Statistiken das Wissen ablösen, wo Pauschalierungen mit “man hat das schon immer so gemacht” zum neuen Dogma werden, da verlieren Wissen und Denken der Alten an Wert. Im Gegenteil. Menschlichkeit, Fehler machen dürfen und Erfahrungen weiter zu geben stellt sich mehr und mehr als Bremsklotz des immer schneller drehenden Rades des Lebens dar.

Die Zukunft der Jugend dagegen ist offen. Alles ist noch möglich. Mache ich etwas falsch habe ich noch genug Zeit, es zu ändern. Ich versuche dagegen, keine Fehler mehr zu machen. Aus meinem Erlebten zu handeln. Zeit nicht nutzlos verstreichen lassen, sondern sie zu achten und wertzuschätzen.

Ich runzele also mehr und mehr im Gespräch meine Stirn. Nicole, denke ich, höre uns Alten doch noch hin und wieder mal zu. Kritisch. Vielleicht ist noch etwas Brauchbares darunter. Der eine oder andere nützliche Hinweis. Aber trauen sollst Du mir nicht. Nicht weil ich schon lange jenseits der 30 bin, sondern weil dein Leben von deinen Erfahrungen geprägt ist.

Und - bald hast Du diese Grenze auch überschritten. Dann gehörst Du zu denen, denen du heute nicht traust. Keine Angst, sie tut nicht weh, diese Grenze. Du wirst sie vielleicht auch gar nicht spüren. Das passiert, wenn Du Menschen um dich hast, die dich lieben. Dann endlich spielt Alter keine Rolle mehr. Ich weiß, wovon ich spreche - vertrau mir ruhig.

Hilfe, meine Gene spielen verrückt!

13. August 2012 | Autor:: | Kategorie: Allgemein | 0 Kommentare

 

Heute Morgen hatte ich engsten Kontakt mit hPER3. Ich musste früh raus und mein Körper selbst war zu allem fähig, nur nicht zum Aufstehen und unter der Dusche auch noch singen und fröhlich sein. Was war mit mir los? Nichts getrunken gestern. Zeitig ins Bett. Aber irgendwie habe ich zum Aufstehen die Kurve nicht gekriegt.

Als dann die Augen auf, der erste Kaffee getrunken und die ersten krächenzenden Worte meinen Mund verließen wollte ich es wissen. Habe ich eigentlich ein kurzes oder ein langes PER3. Computer gegriffen, gegoogelt und schlau geworden. Ich bin heute morgen ein richtiger Morgenmuffel. So einer, den man bloß in Ruhe lassen sollte. Der unter der Dusche nicht singt, sondern lediglich an der Körperpflege interessiert ist. Der, der keine schöngeistigen Gespräche am Frühstückstisch führt, geschweige denn anfängt, die Politik der Bundesregierung zu kritisieren.

Meine innere Uhr wird, wie alles in meinem Leben, gesteuert. Dafür sind, laut Genforschern, eine Reihe von Genen zuständig: hPER1, hPER2, hPER3, HCRY2, hBMSL1 und das hCLOCK. Wie von Schlafforschern untersucht und festgestellt ist, wie gesagt, das hPER3 schwerpunktmäßig zuständig. Es ist bei mir deutlich kürzer, als bei den schon morgens lustigen Frühaufstehern. Unvorstellbar - schon morgens jodelnd im Bad stehen, beim Rasieren schon flöten und pfeifen, beim Frühstück schon über den Sinn des Lebens philosophieren.

Aber halt, in dem Artikel lese ich weiter. Und was ich lese macht mich munter: Ich gehöre trotz meines verkürzten Gens zu den Kreativen, den Nachteulen, denen, die bei der Tagesschau noch nicht einschlafen, sondern Köpcke und Co. bis zum Ende folgen. Irgendwo im Taktgeberzentrum des Gehirns findet hier die Steuerung statt. Im sog. suprachiasmatischen Nukleus findet die Einordnung von Lerchen oder Eulen statt. Ganz genau ist die Arbeitsweise des Organs noch nicht erforscht.

Ich wollte schon als Kind einen Nobelpreis. Den hole ich mir jetzt. Ich erforsche an mir als Objekt, was es mit dem Gen auf sich hat. Morgen früh mache ich neue empirische Forschungen. Die Ergebnisse schicke ich dann schnell nach Stockholm. Das mir keiner zuvor kommt. Und für zu Hause habe ich jetzt immer eine tolle Ausrede: “Ich will im nächsten Jahr meine 900.000 Euro abholen.” Mist, sie haben das Preisgeld gesenkt. Ich muss mich beeilen.

Richtiges Atmen II

28. Juli 2012 | Autor:: | Kategorie: Prävention, Stress | 0 Kommentare

 

Das war mir klar, das es etwas geben muss, was mein Atmen steuert. Und zwar, ohne das ich darüber nachdenken muss. Das übernimmt also das VEGETATIVE NERVENSYSTEM. Bestehend aus den zwei Nervensträngen Sympathikus (Anspannungsnerv/”Gaspedal”) und Parasympathikus (Entspannungsnerv/”Bremse”).

Stimmt. Manchmal komme ich gut aus den Federn. Manchmal läuft rein gar nichts. Da komme ich nicht auf Touren, der Puls bleibt flach und der Blutdruck hat keine Lust, zu steigen. Und ich muss erst mein Gaspedal betätigen. Damit aber nicht der eine oder andere Nerv mir auf den selbigen geht, muss, damit alle Körper- und Organwerte im Normbereich sind, langfristig die Entspannung größer sein, als die Anspannung. Ist mir klar. Wie soll mein Motor denn auch funktionieren, wenn er dauernd auf Volllast fährt?

Leider kann ich das so einfach gar nicht regeln. Denn eine anhaltende ungünstige biochemische Veränderung im Körper (durch Sauerstoffmangel ausgelöst), bewirkt eine Überregung des Sympatikusnervs. Der überregte Sympathikus reguliert u.a. nicht mehr optimal den Puls, Blutdruck, die Muskelspannung und die Hormonproduktion, das Verdauungs- und das Immunsystem, die Hauttemperatur, die Sexualität und den Schlaf. Damit ist dann in meinem Körper eine Regulationsstörung entstanden.

Upppss. Im Anfang bin ich dann nur ein wenig unruhiger als sonst, verspanne mich leichter, leiste weniger und habe Ein- und Durchschlafstörungen. Ich werde leichter krank, Kopf- und Rückenschmerzen häufen sich und leide unter Verlust der gewohnten Verstärker meines Lebens. Hobbys machen keinen Spass mehr, die Unlustphasen werden länger.

Wenn ich jetzt nicht auf meinen Körper höre, entsteht aus der normalen Stressfolgestörung eine Kategorie 2, nämlich eine chronische Erkrankung. Herzinfarkt und Schlaganfallrisiken steigen, Tinnitus stellt sich ein. Ich werde von Angststörungen, Panikattacken und Depressionen geschüttelt. Das Burnoutsyndrom entsteht, ich nehme unnatürlich zu und erhöhe irreversibel meinen Cortisolspiegel.

Glücklicherweise kündigen sich Burnoutsyndrom, Organschäden und chronische Erkrankungen VOR ihrem Ausbruch IMMER an: Wie in einem früheren Artikel beschrieben, kann ich die Ankündigung messen. Durch den TAXXOS-Atemtakter.

Was heißt das nun für mich und meine morgendlichen Sportübungen mit anschließendem gesunden Frühstück. Ich muss richtig Atmen lernen. Im Rhythmus: 4 Takte ein und 6 Takte aus. Also immer mehr aus als einatmen. Gleich morgen fange ich an, mein vegetatives Nervensystem neu zu programmieren. Damit ich in zukünftigen Lebenssituationen leichter und gesünder damit umgehe. Der Parasympathikus muss stärker in meinen Fokus rücken. Das wird mir schon gelingen. Ich muss ja nur richtig atmen lernen. Mehr nicht.

Richtiges Atmen ist nicht einfach nur Luftholen!

23. Juli 2012 | Autor:: | Kategorie: Burnout, Entspannung | 0 Kommentare

 

Es ist 7:02 Uhr! Die Sonne hat Lust aufzugehen, ich schnüre meine Turnschuhe, schlüpfe in sportives Hemd und bunte Hose. Werfe noch meine “Lauf-App” an und renne los. Und atme.

Freu mich dabei schon aufs Frühstück - gleich, wenn ich etwas für meine Gesundheit getan habe. Müsli wird es geben. Mit viel Obst. Also auch etwas Gesundes.

Alles deutet darauf hin, ein toller Tag zu werden. Wenn ich da nicht in der Zeitung auf den Artikel aufmerksam wurde, der mich hellhörig macht. 80% der Erwachsenen in Deutschland, steht da, leiden zeitweise an psychosomatischen Indikationen wie, Stress, Burn-Out, Depressionen, Kopfschmerzen, Verspannungen, also ca 48 Mio Menschen. Ca 25% leiden an Bluthochdruck, also rund 20 Mio. Fast 200 Milliarden Euro werden jährlich an Gesundheitskosten in Europa für die Behandlungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgegeben.

Weiter stand dort: Die Krankheitstage wegen Burnout sind allein von 2004 bis 2009 um das 9-fache gestiegen. 2010 ging jeder zehnte Ausfalltag auf eine psychische Erkrankung zurück. (Quelle: wissenschaftliche Institut der AOK, 19.4.2011). Und das, obwohl viele Menschen sich gesund ernähren und sportlich aktiv sind. Irgend etwas scheint da noch zu fehlen, dachte ich mir.

Richtig. Der Artikel beschrieb, das natürlich zu allem auch die Atmung gehört. Komisch, die ist mir gar nicht in den Sinn gekommen. Das erst gesunde Nahrung + gesunde Atmung = gesundes Leben ausmacht. Auf den Zusammenhang war ich jetzt aber gespannt. Gesunde Atmung = gute Sauerstoffversorgung = gute Funktion von Muskeln und Organen (einschließlich des Gehirns). Die Art der Atmung entscheidet über die Qualität der Sauerstoffversorgung. Wenn die Sauerstoffversorgung schlecht ist wird ein ungünstiges biochemisches Umfeld in den Körperzellen erzeugt, was widerum das Krankheitsrisiko erhöht.

Wenn also die Blutgase Sauerstoff und Kohlendioxyd im Gleichgewicht sind, verbessert sich die Sauerstoffversorgung des Körpers. Bei einem ungesundem Atemmuster, zum Beispiel bei psychischer Belastung (Hyperventilation, Schnappatmung, Luftanhalten usw) wird die Versorgung des Körpers mit schlechtem Sauerstoffanteil belastet. Und weiter: Länger anhaltende ungünstige Atemmuster beeinflussen nachhaltig den biochemischen Zustand des Körpers und stellen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar.

Das habe ich verstanden!

Aber wie kann ich darauf Einfluss nehmen? Nun, unser vegetatives Nervensystem steuert alle Organe und Körperfunktionen als Regulationssystem. Es reagiert als erstes Organ auf biochemische Veränderungen im Körper - vor allem auf eine mangelhafte Sauerstoffversorgung und veränderte ph-Werte. Das ist spannend, das interessiert mich, das lese ich später weiter.